Alle Kategorien

  • Dein Bike
    Neues Bike hinzufügen
    Einfache Auswahl Deiner Technikteile passend zu Deinem Bike
    Dein Bike suchen
    Bike Garage
    Hast Du bereit ein Kundenkonto? Melde Dich jetzt an oder Registriere Dich und verwende die Bike Garage. Die Bike Garage macht Dir das Shoppen noch einfacher.
  • Mein POLO
    Bitte logge dich ein, um eine Bewertung abzugeben
    Passwort zurücksetzen
  • Weiter einkaufen

    Derzeit befinden sich keine Produkte in Deinem Warenkorb

Motorradfahrer trägt einen Motorradhelm mit einem auffälligen Design.

Motorradhelme besser nicht selbst folieren

Warum Aufkleber, Folie & Co. die Sicherheit gefährden können

Viele Motorradfahrer denken früher oder später darüber nach, ihren Motorradhelm zu folieren oder zu lackieren, um mit neuen knalligen Farben, einem markanten Aufkleber oder einem ausgefallenen Design ihren individuellen Stil auszudrücken. Mal eben schnell beim Airbrusher vorbeizuschauen oder dem Motorradhelm gar selbst mit Kleber und Lack zu Leibe zu rücken, sollte dabei aber aus verschiedenen Gründen unterlassen werden. Welche Auswirkungen es haben kann, den Motorradhelm zu lackieren oder zu bekleben, erklären wir Dir im Folgenden. Wir geben Dir außerdem Tipps an die Hand, was beachtet werden muss, wenn Du Deinen Helm doch selbst mit einem neuen Helmdesign aufhübschen möchtest.

Was ist der Unterschied zwischen Folieren, Bekleben & Lackieren?

Natürlich gibt es verschiedene Wege, die Helmschale neu zu gestalten – zwischen Motorradhelm lackieren, bekleben und folieren gibt es aber einige Unterschiede. Welche Variante davon ist überhaupt zulässig? Welche ist sinnvoll? Was erlaubt der Hersteller? Und wann schadet man dem Helm eher, als ihn zu verschönern?

Eine Frau überlegt, ob sie ihren Motorradhelm folieren soll oder lieber bekleben oder lackieren

Motorradhelm folieren

Möchte man seinen Motorradhelm folieren, wird vorab das gewünschte Design auf dem Computer bearbeitet und zugeschnitten und anschließend am Stück oder in mehreren Teilen auf dem Helm angebracht. Dabei werden Sollbruchstellen normalerweise bewusst ausgelassen.

Im Vergleich zu den anderen zwei Varianten greift das Folieren die Oberfläche des Motorradhelmes weniger an, wodurch der Schutz bei einem möglichen Sturz weiterhin gewährleistet ist. Außerdem lässt sich das Helmdesign schnell wieder ändern, wenn es mal nicht mehr gefällt: Folie ab & neu! Nachteilig gestaltet sich die Anbringung selbst: Den runden Helm gleichmäßig und ohne Blasen mit Folie zu beziehen, bedarf einer äußerst ruhigen Hand und ausreichend Erfahrung.

Motorradhelm bekleben

Gerade Leute, die durch ihr Helmdesign die Zugehörigkeit zu einer Motorrad-Crew signalisieren oder ihren Helm einfach bunter und individueller gestalten wollen, greifen gern zu vorgefertigten Aufklebern. Vor dem Bekleben des Motorradhelms sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Aufkleber auch lösungsmittelfrei ist, da sonst die Oberfläche des Helmes angegriffen wird und kein 100 % Schutz mehr gewährleistet werden kann.

Auch sollte beim Hersteller nachgefragt werden, aus welchem Material die Helmschale besteht – so verträgt ein GFK-Helm aus Fiberglas eine Beklebung zum Beispiel deutlich besser als ein Motorradhelm aus Polycarbonat. Der Vorteil im Vergleich zum Folieren ist die etwas leichtere Anbringung des Aufklebers.

Motorradhelm lackieren

Den Motorradhelm neu lackieren zu lassen ist eine der verbreitetsten Möglichkeiten, das Design des Helmes individuell zu verändern. Dabei wird der Helm bei einem Airbrusher gründlich gereinigt, abgeklebt und die einzelnen Farben separat aufgetragen.

Aber auch wenn das Lackieren des Motorradhelms erlaubt ist und auch die Zulassung des Helmes nicht beeinflusst, raten viele Helmhersteller, wie Schuberth oder Shoei, von einer Lackierung ab. Gerade den Motorradhelm selber zu lackieren ist riskant, da bei der Verwendung von falschem Lack der Kunststoff der Helmschale angegriffen wird und dadurch zu weich für einen möglichen Unfall werden kann. Außerdem gilt auch hier: Nicht jeder Helm ist lackierfähig!

Darf man Motorradhelme selbst lackieren oder folieren?

Rein rechtlich ist das Lackieren des Helms nicht verboten. Weder ist dadurch die Zulassung in Gefahr, noch müssen Motorradfahrer nach einer Lackierung oder Folierung eine Geldbuße bei Kontrolle befürchten. Dem gegenüber stehen allerdings zwei entscheidende Punkte: die Garantie der Hersteller und der möglicherweise nicht mehr ausreichende Schutz durch das Überlackieren des Helmes. Bei vielen größeren Helmherstellern erlischt die Garantie mit dem selbstständigen Auftragen von Kleber, Lack oder Folie auf den Motorradhelm. Doch auch die Lackierung oder das Bekleben durch einen Profi ist aus Sicherheitsgründen nicht immer ratsam.

Warum den Motorradhelm besser nicht selbst lackieren?

Es sprechen mehrere Faktoren dagegen, den Motorradhelm selbst zu folieren, zu bekleben oder zu lackieren. Gefährliches Halbwissen kann hier dazu führen, dass der Helm anschließend im besten Fall einfach nicht wie gewünscht ausschaut und im schlimmsten Fall so viel Schaden genommen hat, dass er ein Sicherheitsrisiko darstellt. Daher gilt: Wenn überhaupt, dann den Profi ranlassen!

Diese Gründe sprechen dagegen, den Motorradhelm in Eigenregie zu lackieren oder anderweitig zu bekleben:

  • Gerade das Folieren und Lackieren des Motorradhelms erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Das Ergebnis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zufriedenstellend sein.
  • Oftmals lässt sich schwer rausfinden, ob der Kleber der Folie, die Farbe oder der Lack selbst materialermüdende Weichmacher und Lösungsmittel enthält.
  • Ob Dein Helm überhaupt lackierfähig ist, lässt sich nur über den Kontakt zum Hersteller herausfinden – auch diese raten meist von einer Lackierung ab.
  • Bei vielen Helmherstellern erlischt die Gewährleistung, sobald die Oberfläche des Helmes auf eigene Faust bearbeitet wurde.
  • Im schlimmsten Fall kann bei einem Unfall sogar der Versicherungsschutz wegfallen, wenn der Helm nach dem Kauf verändert wurde.
Ein Motorradhelm im auffälligen Design der perfekt zum Stil passt

Welche Motorradhelme lassen sich lackieren?

Vor allem ältere Helmmodelle mit einer Außenschale aus Polycarbonat (PC) oder aus ABS-Mischmaterial gelten als nicht lackierfähig, da die Lösungsmittel die Oberfläche korrodieren lassen. Aber auch Helme, die ohne Gewebeeinlage im Thermoformverfahren produziert wurden, sollte man nicht überlackieren oder bekleben. Am ehesten eignen sich Motorradhelme mit Gewebe- und Fasereinlage wie Fiberglas (GFK), Kevlar oder Carbon für eine Umgestaltung.

Auch wenn sich in diversen Foren immer Leute finden lassen, die behaupten, jeder moderne Helm wäre problemlos behandelbar, solltest Du trotzdem vorsichtig sein. Kannst Du im Handbuch oder auf der Website Deines Helmherstellers keine genaue Information finden, kontaktiere diesen einfach und hole Dir bei Bedarf ein OK ein, bevor Du Deinen Motorradhelm bekleben lässt.

Wenn schon Motorradhelm lackieren oder folieren, dann richtig!

Theoretisch kann jeder seinen Helm lackieren – mit Spraydose, Airbrusher und Co. wird ruck zuck das optische Erscheinungsbild des Motorradhelmes verändert. Falls auch Du trotz unserer Hinweise und Tipps Deinem Helm ein neues Design verpassen willst, geben wir Dir ein paar Empfehlungen an die Hand, damit die Umgestaltung auch möglichst professionell und erfolgreich – und ohne Verlust des Schutzes – durchgeführt wird.

  1. Die Vorbereitung
    Bevor die Lackierung beginnen kann, überprüfe, ob alle verwendeten Farben und Lacke lösungsmittelfrei sind, um Deinem Helm nicht zu schaden. Nimm dann alle entfernbaren Teile – wie zum Beispiel das Helmvisier – ab und klebe den inneren Bereich mit Zeitungspapier und speziellem Klebepapier ab.
  2. Helm abschleifen
    Jetzt ist es an der Zeit, mit einem feinen Schleifpapier (z. B. Wasserschleifpapier) den Klarlack auf der Helmschale abzuschleifen. Versuche dabei, auch die kleinsten Ecken und Ritze zu bearbeiten, um nachher ein ganzheitliches Ergebnis zu bekommen. Reinige den Motorradhelm anschließend gründlich vor dem nächsten Schritt.
  3. Helm abkleben
    Nun kannst Du Dein gewünschtes neues Helmdesign Stück für Stück abkleben – geh hier mit der richtigen Einstellung ran und nimm Dir dabei viel Zeit, denn hier kommt es teilweise auf Millimeter an.
  4. Helm lackieren
    Jetzt wird es ernst: Mit dem Airbrusher oder einer Sprühdose kannst Du jetzt jeden Farb-Lack separat auf das jeweils frei gelassene Stück Helm lackieren. Nach dem kompletten Abtrocknen des Lacks kann dieser Teilbereich jetzt abgeklebt werden und ein weiterer Bereich ist an der Reihe. Zu guter Letzt werden vorsichtig alle Abklebebänder vom Helm entfernt und eine feine Schicht Klarlack aufgetragen – Fertig!
Ein Motorradhelm mit individuellem Dekor in schwarz und weiß

Fazit: Lohnt es sich, den Motorradhelm selber zu lackieren oder folieren?

Auch wenn es verlockend wirkt, den Motorradhelm selber zu lackieren, zu bekleben oder zu folieren, um mit einem komplett neuen Design auf dem Motorrad unterwegs zu sein, raten wir Dir grundsätzlich davon ab. Die Gefahr, im Selbstversuch die falschen Kleber oder Lacke zu verwenden und diese möglichweise nicht akkurat genug zu verarbeiten ist einfach zu hoch – nicht nur die eigene Gesundheit, auch die Versicherung steht hierbei auf dem Spiel. Davon abgesehen ist es nicht einmal viel günstiger, den Motorradhelm selbst zu folieren oder lackieren, da Du trotzdem Farben, Folie, Lacke, Airbrusher, Klebepapier und Co. benötigen würdest.

Unser Tipp für alle Motorradfahrer: Wenn schon umgestalten, dann nur bei und mit dem Profi. Und noch einfacher geht es bei uns, denn im POLO Online-Sortiment findest Du eine lange Reihe an ausgefallen designten Motorradhelmen von verschiedenen Herstellern! Shoei, AGV, Nolan, Schuberth & Co warten nur auf Dich! Gerne beraten wir Dich auch, welcher Motorradhelm am besten zu Dir passt!

DIESE RATGEBER RUND UM DAS THEMA MOTORRADHELME KÖNNTEN DICH INTERESSIEREN

Wird geladen, bitte warten.