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Ein Motorrad vor einer Wand mit Graffiti

Unterhalt Motorrad: Was kostet Dich Dein Motorrad pro Jahr?

Hand aufs Herz: Die Freude am Motorradfahren ist eigentlich unbezahlbar. Aber auch wenn Emotionen nur schwer zu beziffern sind, lässt sich zumindest der Unterhalt eines Motorrads in nüchternen Zahlen erfassen. Neben Anschaffungspreis, Motorradbekleidung und Helm fallen vor allem Kosten für Versicherung, Steuer, Verschleißteile und Wartung an. Was genau dabei auf Dich zukommt, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Motorrad Versicherung: Welcher Tarif passt für wen?

Bei den Versicherungskosten für Fahrzeuge spielen viele Faktoren eine Rolle und die Kosten variieren je nach Anbieter. Dabei sind Online-Versicherungen in der Regel günstiger als solche, die mit persönlichen Ansprechpartnern arbeiten. Im Fall der Fälle lassen sich Angelegenheiten im direkten Kontakt jedoch häufig unkomplizierter regeln als in der Warteschlange eines Call-Centers – ob das jedoch den Mehrpreis rechtfertigt, liegt im Auge des Betrachters.

Der Beitrag, der für die Versicherung fällig wird, hängt unabhängig vom gewählten Anbieter von Faktoren ab wie Fahrzeugmodell, Neu- oder Gebrauchtfahrzeug, Hubraum, Leistung, jährlich gefahrenen Kilometern sowie Alter des Fahrers – aber auch der Wohnort und die Unterbringung des Motorrads spielen eine Rolle. Dazu kommt noch der gewünschte Leistungsumfang der Versicherung. Grundsätzlich bieten Versicherungen drei Modelle an: Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko.

Die gesetzlich verpflichtende Minimallösung ist die KFZ-Haftpflichtversicherung, in deren Abdeckung das oder die Unfallopfer samt Fahrzeug, sowie die versicherte Person inbegriffen sind. Wer mit dem günstigsten Modell unterwegs ist, sollte sich darüber im Klaren sein, dass hierbei vor allem der Schutz der Gegenseite und derer Sachwerte gewährleistet ist. Für die eigenen Schäden muss selbst in die Tasche gegriffen werden. Daher ist die Basis-Versicherung für erfahrene alte Hasen und ebenso alte und nicht allzu wertvolle Motorräder geeignet. Fahranfänger und Fahrer teurer Maschinen sollten in die Kasko-Liga upgraden.

Bei der umfangreicheren und freiwilligen Teilkasko sind zusätzlich auch Diebstahl und Schäden am eigenen Fahrzeug abgedeckt, die beispielsweise durch Wildunfälle oder Brände entstanden sind. Diese Option ist für ältere oder gebrauchte Motorräder sinnvoll, wenn deren Wert noch so hoch ist, dass potenzielle Schäden nicht aus eigener Tasche beglichen werden können oder sollen. Wenn Du Dich für dieses Modell entscheidest, solltest Du über eine gewisse Erfahrung verfügen, mit der ein minimiertes Unfallrisiko einhergeht – denn eigenverschuldete oder Alleinunfälle sind auch hier nicht mitversichert.

Noch besser schützt die Vollkaskoversicherung, die selbst dann greift, wenn der Fahrer die Schäden selbst verursacht hat. Teilweise ist sogar die Schutzbekleidung mitversichert. Die laufenden Kosten sind mit Kaskoversicherungen natürlich höher, lassen sich aber beispielsweise über eine fixe Selbstbeteiligung im Schadensfall etwas senken. Fahrer mit hochwertigen (Neu-)Fahrzeugen und/ oder wenig Zweiraderfahrung sind mit der Vollkasko auf der sicheren Seite und sollten die hohe Versicherungssumme als lohnende Investition einordnen.

Generell ist zu klären, ob von der Versicherung der Neu- oder Zeit- beziehungsweise Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs bezahlt werden. Da die Versicherungs-Faktoren so vielfältig sind, lassen sich die entstehenden Kosten nicht allgemeingültig abbilden. Einen guten Überblick bekommt man bei Online-Preisvergleich-Portalen nach Eingabe der persönlichen Eckdaten oder bei einem Gespräch mit der Versicherung des Vertrauens.

Beispiel: Eine Yamaha MT-07 für einen 22 Jährigen mit 5 Jahren Fahrerfahrung in einer ländlichen Region kostet in der Haftpflicht bei der HUK24 etwa 80 Euro, mit Teilkasko ca. 220 Euro und als Vollkasko-Versicherung etwa 400 Euro (Stand: April 2022).

Motorradfahrer sitzt auf einer Triumph

KFZ Steuer für Zweiräder  

Sehr viel konkreter lassen sich die fälligen KFZ-Steuern bestimmen. Hier gilt für Motorräder der Satz von 1,84 EUR pro angefangene 25 ccm Hubraum. Ein dickerer Motor erfordert also ein dickeres Portemonnaie – wobei der Kostenpunkt „KFZ-Steuer“ in der Gesamtrechnung insgesamt eher günstig ausfällt. So liegt der BMW-Dauerbrenner R 1250 GS gerade mal bei 93,84 EUR pro Jahr. Exemplarisch für die Mittelklasse sind für eine Yamaha MT-07 51,52 EUR fällig und für eine 390er Duke von KTM stellt der Staat gerade mal 29,44 EUR Steuer in Rechnung.

Für 125er hält der Fiskus erst die Hand auf, wenn die Nennleistung größer als 11 kW, also 15 PS ist – alles darunter ist steuerfrei.

Eine weitere Besonderheit stellt das H-Kennzeichen für Oldtimer dar. Für Motorräder, die älter als 30 Jahre sind und sich im Originalzustand befinden, liegt der Steuersatz pauschal bei 46,02 EUR pro Jahr. Hier profitieren vor allem hubraumstarke Alteisen. Für kleine Hubräume gilt es also abzuwägen, ob sich ein H-Kennzeichen überhaupt lohnt.

Im Fahrzeugschein finden sich für Versicherung und Steuer alle wichtigen Daten
Im Fahrzeugschein finden sich für Versicherung und Steuer alle wichtigen Daten
TIPP:

Wer nicht zu den hartgesottenen Ganzjahresfahrern gehört, kann mit einem Saisonkennzeichen leicht ein paar Euro bei Steuer und Versicherung einsparen – und zwar anteilig von der Jahressumme.

Weitere Fixkosten beim Motorrad fahren

Zu den Motorrad-Fixkosten gehören außerdem die üblichen Verschleißteile wie Ketten-Kit, Bremsbeläge, Motoröl, Luft- und Ölfilter, Batterien und Zündkerzen. Der Verschleiß ist natürlich abhängig von Fahrleistung, Fahrstil und Motorleistung. Eine gute Kostenübersicht gibt es in der Kategorie Motorradteile wo man mit Hilfe der Bike Datenbank einfach nach modellspezifischen Teilen suchen kann. Die Einzelteile sind hier meist günstiger als beim Marken-Vertragshändler.

Wer technisch etwas versiert ist oder seinen Schrauber-Horizont erweitern möchte, kann mit einem DIY-Service in der heimischen Garage bares Geld sparen, denn die Stundensätze in Werkstätten starten bei etwa 50 EUR und können auch deutlich über 100 EUR betragen. Innerhalb der Garantie beziehungsweise Gewährleistung bei Neufahrzeugen kommt man da natürlich nicht drum herum. Wer hier Kosten sparen möchte, sollte sich vor dem Kauf über die Wartungsintensivität des anvisierten Modells und die gängigen Händler-Stundensätze informieren.

Auch Reifen sind ein immer wiederkehrender Kostenfaktor, wobei auch hier die Preise schwanken. Je nach Hersteller, Einsatzzweck und Motorrad sind für einen Satz zwischen 150 und etwa 450 EUR fällig. Dazu kommen noch die Montagekosten. Meistens überlebt ein Vorderreifen mehrere Hinterreifen. Dass man bei Reifen nicht auf schlechte Qualität setzen sollte, versteht sich von selbst. Auch alte Reifen auf gebrauchten Maschinen sollten im Zweifel erneuert werden.

Übrigens: Schau doch mal in unserem Ratgeber DIY / Ersatzteile & Wartung vorbei - hier haben wir jede Menge Tipps gesammelt, wie Du kleinere Wartungsarbeiten ganz einfach selber machen kannst!

Werkzeug für Wartungsarbeiten am Motorrad

Fazit: Das kostet der Unterhalt für Dein Motorrad

Was der Unterhalt eines Motorrads kostet, ist also von vielen ganz individuellen Faktoren abhängig. Erfahrener Biker oder Fahranfänger, Vielfahrer oder Saison-Pilot, Schrauber-Profi oder eher zwei linke Hände... die Liste ist lang. Wir empfehlen Dir daher, Dich vor dem Kauf eines Motorrads über Versicherung, Steuer und Wartungsintensität des Modells genau zu informieren, damit Du einen guten Eindruck vom zu erwartenden Unterhaltskosten bekommst.

Besonders viel Augenmerk solltest Du auf die Auswahl der richtigen Versicherung legen, da hier der größte Anteil der Kosten liegt - das kann schnell ganz schön teuer werden, wenn man hier nicht den richtigen Tarif ausgewählt hat. Auch beim Thema Wartung kannst Du mit ein wenig Geschick jede Menge Geld sparen.

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