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Das Bild zeigt zwei Männer mit Motorradhelmen, die alle Normen erfüllen.

Normen für Motorradhelme

So bist Du mit einem sicheren Motorradhelm unterwegs

Der Helm gehört zur Standardausrüstung des Motorrads. Kein Wunder, denn er bietet eine enorme Sicherheit für einen unserer empfindlichsten Körperteile, den Kopf. Egal, ob Jethelm, Integralhelm oder Corsshelm: Sie alle können im Falle eines Unfalls Leben retten. Aus diesem Grund gilt seit den 1980er Jahren in Deutschland eine Helmpflicht für Motorradfahrer. Inzwischen hat sich viel in Sachen Sicherheitsstandards und Anforderungen an einen Motorradhelm getan. Sie werden nach bestimmten Normen geprüft, um Dir und Deinem Beifahrer eine möglichst sichere Fahrt zu gewährleisten.
Wir zeigen Dir, was es mit der Norm für Motorradhelme auf sich hat, worauf Du beim Helmkauf achten solltest und auf welche Aspekte bei der Überprüfung der Normen besonders geachtet wird.

Wie werden Normen für Motorradhelme vergeben?

Ein Mann öffnet das Visier eines Motorradhelms, der alle Normen erfüllt

Verschiedene Experten beraten sich regelmäßig darüber, welche Helmnormen es geben soll oder welche an aktuellere Sicherheitsstandards angepasst werden müssen. Es wird geprüft, welche Kriterien neu mit aufgenommen werden sollen und wie diese schließlich in den Laboren am besten überprüft werden können.

In Deutschland führt der TÜV verschiedene Tests durch, die Helme, bevor sie auf den Markt kommen, einer Sicherheitsprüfung unterziehen. Dabei soll gecheckt werden, ob die Motorradhelme den Normen entsprechen. Dies kann so aussehen, dass z. B. der zu testende Helm aus einer bestimmten Höhe mit einer gewissen Geschwindigkeit fallen gelassen wird. So werden ein Unfall und der Aufprall des Helms auf dem Asphalt oder der Bordsteinkante nachgeahmt. Sensoren innerhalb des Helms simulieren einen Kopf und können genaue Auskunft darüber geben, ob die jeweiligen Schutzhelme ihre Funktion erfüllen und im Zweifelsfall Leben retten würden. Bestehen die Motorradhelme die Überprüfung, erhalten sie ein Siegel für die Erfüllung der entsprechenden Norm.

Welche Normen für Motorradhelme gibt es?

1990 wurde in Deutschland die damals gültige Norm DIN 4848 für Motorradhelme durch die sog. ECE-22-Norm ersetzt (ECE = Economic Commission for Europe). Deren Standards gelten nicht nur für Motorradhelme, sondern auch für Schutzhelme für Mopeds oder Mofas.

Da es immer neue Anforderungen an die Sicherheit der Motorradfahrer im Straßenverkehr gibt, gibt es mittlerweile verschiedene Versionen der ECE-Norm. Die fünfte Version der ECE-Regelung (ECE-R 22.05) ist 2002 in Kraft getreten. Seit 2021 gibt es nun die neueste Version, ECE-R-22.06, die das Prüfverfahren ausweitet.

Was wird bei der Norm für Motorradhelme geprüft?

Bei der ECE-Prüfung, ob ein Motorradhelm die Zulassung für den Straßenverkehr in Deutschland erhält, werden verschiedene Aspekte untersucht:

  • Stoßdämpfung
  • Belastbarkeit des Kinnriemens
  • Haltbarkeit der Motorradhelme
  • Form und Größe
  • Größe des Sichtfeldes
  • Lichtdurchlässigkeit des Visiers
  • Unterschiede ECE-R 22.05 und 22.06

    Seit 2001 gilt in Deutschland die Helmnorm ECE-R 22.05. Bereits seit Anfang 2021 können Helme nach der Norm ECE 22.06 geprüft werden. Ab Juni 2022 werden die Helme ausschließlich nach der Norm ECE-R 22.06 geprüft. Helme, die ausschließlich der Norm ECE 22.05 entsprechen, dürfen ab 2023 nicht mehr produziert und ab 2024 nicht mehr verkauft werden.

    Ein Nexo Motorradhelm von hinten

    Warum gibt es eine neue Norm?

    Die Prüfnorm ECE 22.05 hat lediglich fünf Aspekte umfasst. Waren diese Kriterien bei einem Motorradhelm nachweisbar, hat er die Norm bestanden. Das bedeutet, dass Hersteller nur diese fünf Punkte umsetzen mussten, damit der Motorradhelm die entsprechende Zulassung in Deutschland erhält. Mit Einführung der Norm ECE 22.06 soll für einen rundum sicheren Motorradhelm gesorgt werden. Dafür werden ab der Norm ECE 22.06 beispielsweise Visiere genauer unter die Lupe genommen. Auch die Materialien der Helme haben sich in den fast 20 Jahren, in denen die ECE 22.05 gültig war, geändert. An diese Anforderungen müssen die neuen Kriterien angepasst werden.

    Was ändert sich durch die neue Norm?

    Symbolische Darstellung einer Rotationsprüfung eines Motorradhelms

    Die Norm ECE 22.06 für Motorradhelme enthält mehr Prüfpunkte als ihr Vorgänger. Auch das Prüfverfahren wurde leicht verändert, beispielsweise wird nun der Helm mit einer höheren Aufprallgeschwindigkeit auf seine Belastbarkeit untersucht. Die Motorradhelme werden außerdem bei einer geringeren Temperatur getestet und einer Rotationsprüfung unterzogen.

    Symbolische Darstellung eines Motorradhelm mit aufklappbarem Kinnteil und Visier

    Helme, die einen Kinnschutz besitzen, wie Jethelme oder Klapphelme, können nun auch mit hochgeklappten Kinnteil getestet werden. Auch das Visier muss künftig belastbarer sein und im Test einer Kugel mit einer Geschwindigkeit von 60 m/s entgegentreten. Das Visier darf sich dabei nicht verformen oder sogar kaputt gehen.

    Die wichtigsten Punkte der ECE 22.06 Norm zusammengefasst

    Schutzhelme, welche die Prüfung der Helmnorm ECE 22.06 in Deutschland bestehen wollen, müssen außerdem reflektierende Oberflächen besitzen oder im Lieferumfang reflektierende Aufkleber enthalten.

    Muss ich mir einen neuen Motorradhelm mit Norm ECE-R 22.06 kaufen?

    Während der Übergangsphase bis 2024 haben die Hersteller Zeit, ihre Helme entsprechend den neuen Anforderungen anzupassen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen Motorradhelme mit ECE 22.05 Norm verkauft und getragen werden.

    Ist es Pflicht, einen Motorradhelm mit ECE-Zulassung zu tragen?

    In Deutschland dürfen nur Motorradhelme nach den Vorgaben der ECE-Norm verkauft werden, wobei das Prüfzeichen nicht notwendig ist. Motorradfahrer müssen laut § 21a StVO lediglich einen „geeigneten Schutzhelm“ tragen.

    Es ist empfehlenswert, mit einem Helm mit den entsprechenden Normen zu fahren. Dieser entspricht den Sicherheitsstandards, bietet mehr Schutz und kann schwere Verletzungen verhindern.

    Insbesondere, wenn Du im Ausland unterwegs bist, ist ein Helm nach Vorgaben der ECE-R 22.05 bzw. ab 2024 der ECE-R 22.06 unumgänglich. Denn in anderen Ländern besteht eine entsprechende Pflicht, die auch kontrolliert wird. Du solltest also auf einen Helm, welcher der Norm entspricht, achten, wenn Du beispielsweise in Deutschlands Nachbarländern, wie den Niederlanden oder Österreich unterwegs bist. Fällst Du bei einer entsprechenden Kontrolle durch ein nicht vorhandenes Prüfsiegel auf, droht ein Bußgeld.

    Daran erkennst Du, ob ein Helm der ECE-Norm entspricht:

    In Deinem Helm sollte sich auf einem Aufnäher, am Kinnriemen oder am Innenfutter ein Aufdruck mit dem Prüfzeichen befinden. Das E in dem Kreis zeigt Dir an, dass der Helm die Prüfnorm erhalten hat.

    Man prüft das Label seines Motorradhelms auf die Norm

    Fazit: Wo finde ich einen normgerechten Motorradhelm?

    Die neuen Anforderungen, welche die ECE 22.06 mit sich bringt, sind nicht nur seit Jahren überfällig, sondern dienen auch der Einführung eines verbesserten Sicherheitsstandards für Motorradhelme. Bei POLO findest Du ausschließlich Helme, die der Norm ECE 22.05 entsprechen. Aber auch die ECE 22.06 ist bereits in unseren Shops vertreten, beispielsweise durch den Shoei NXR2.

    Kaufe einen Motorradhelm, der vom Visier über die Sonnenblende bis hin zur Helmschale alle Normen erfüllt, direkt in unserem Online-Shop. Wir beraten Dich gerne, welcher Motorradhelm am besten zu Dir passt und Dich sicher an Dein Ziel bringt!

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