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Motorradfahrer faehrt auf einer Landstrasse und Hunsrueck

Motorradtour Hunsrück

Kurven- und Kehrengeheimnisse

Motorradtour Infos

  • Streckenlänge: 190 km
  • Fahrzeit: ca. 2 ¾ Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel bis anspruchsvoll
  • Eckpunkte: Boppard, Kirchberg, Zell, Treis-Karden, Alken

Highlights der Motorradtour Hunsrück

Zwischen Rhein und Mosel wartet ein fast völlig unbekanntes Kurven El-Dorado.

Was dem Wilden Westen seine Eisenbahn, ist dem Hunsrück seine Höhenstraße. In den 1930er-Jahren gebaut, ist die Hunsrück-Höhenstraße das verkehrstechnische Rückgrat dieses Mittelgebirges. Sie durchquert es auf ihren 157 Kilometern Länge komplett der Länge nach und macht es so dem Besucher einfach, den Hunsrück zu erschließen.

Mit dem Motorrad bedeutet das: intakte Natur, geringe Besiedlung, unzählige Serpentinen hinab zu Mosel und Rhein und wieder zurück, spannende Kurven und Kehren wie in den Voralpen – die perfekte Kombination aus Fahrspaß und Entspannung.

Karte Hunsrueck
Motorradfahrer steht vor dem Bikergasthof Post Zilshausen
Motorradfahrer legt sich auf einer Landstrasse in die Kurve
Motorradfahrer steht mit seinem Motorrad in Treis Karden

Touren Beschreibung

Schon der Auftakt zu dieser 180 Kilometer langen Runde hat es gewaltig in sich: Nach einem Spaziergang durch das Rheinstädtchen Boppard mit seinen stillen Winkeln, lebhaften Plätzen und engen Gassen kratzen sofort die Fußrasten in einer Handvoll Kehren und Serpentinen, die Fahrer und Maschine vom Rheintal hinauf in die westlich des Flusses emporragenden Hunsrückhöhen katapultieren. Der Puls geht mit einem Schlag auf hundertachtzig, Getriebe und Bremsen haben keine Sekunde Pause. Erst ein Stück hinter der Autobahn bei Buchholz kommt wieder etwas Ruhe in den hektischen Schräglagenwechsel.

Zum Atem holen ist jetzt eine kurze Etappe auf der Hunsrück-Höhenstraße dran. Breite Fahrbahn, lang gezogene Bögen, gepflegter Belag. Herrlich. Wer weiß schon, dass die Nationalsozialisten diese Rollbahn auch als Aufmarschstraße gegen Frankreich geplant hatten? Hinter Emmelshausen Blinker links, ade Höhenstraße, willkommen Bauernasphalt. Über Pfalzfeld, Laubach, Neuerkirch und Biebern schlängelt sich ein Landsträßchen zwischen von Wald, Wiesen und Feldern bewachsenen Hügeln hindurch.

Kirchberg mit seiner charakteristischen dreitürmigen Silhouette aus Wasserturm, Michaelskirche und Friedenskirche kommt in Sicht. Die älteste Stadt der Region kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Die Kelten wohnten hier schon 400 vor Christi, die Römer errichteten im 1. Jahrhundert eine Siedlung, 500 Jahre später kamen die Franken. Kirchbergs gute Stube, der Markplatz mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Die Route quert bei Würrich die Höhenstraße, um danach am Altlayer Bach entlang in vielen runden und sauberen Kurven der Mosel entgegenzustreben. In der verkehrsberuhigten Zone von Zell lässt sich der Weinort vom Motorradsattel aus bequem ausloten. Stattliche Winzerhäuser und mehrere mittelalterliche Bauten säumen die Hauptstraße. Das Wahrzeichen von Zell, die „Schwarze Katz“, taucht überall auf, sogar als Brunnen.

Lange hält es uns nicht an der Mosel, schon im nächsten Ort Merl greifen wir wieder die Kurven an, die vom Moseltal in den Hunsrück hinaufführen. Die Ortsschilder von Senheim und Liesenich fliegen vorüber, Geraden sind außer in den Ortsdurchfahrten Mangelware. Die flotten Windungen des Flaumbachs geben zuletzt den Takt vor, dann gönnen wir uns auf dem Marktplatz von Treis-Karden einen Pausenkaffee. An dieser Stelle bewachen die beiden Burgen Treis und Wildburg die Zuflüsse von Flaum- und Wildbach in die Mosel. Der Ort war seit dem Mittelalter ein bedeutender Brückenplatz und bekam deshalb leider im 2. Weltkrieg viele Bomben ab.

Die müssen auch die Straße über Lieg und Zilshausen hinauf nach Beltheim getroffen haben. Denn ihr Straßenbelag ist eine Kampfansage ans Fahrwerk. In Beltheim Blinker links und auf nun besser in Schuss gehaltenem Asphalt wieder zurück zur Mosel. Fünf Kilometer B 49 folgen. Fünf Kilometer zwischen Burgen und Alken, auf denen man noch einmal tief Luft holen sollte. Denn das Sträßchen, das in Spitzkehren die Flanke des Moseltales besteigt, steht seinen Verwandten in den Alpen in nichts nach.

Jedenfalls: Wer seine Maschine gut im Griff hat, kann hier einen ziemlich flotten Strich auf den Asphalt brennen. Und oben angelangt den Blick auf Alken riskieren. An dem mächtigen Rundturm am Ufer wurden früher die Pferde gewechselt, als die Lastkähne noch mit Muskelkraft gegen die Strömung gezogen werden mussten. Überragt wird der Ort von der Doppelburg Thurant. Um die Festung entspann sich einst ein Streit zwischen den Herren von Köln und Trier. Als Kompromiss setzte man zwei Burgen auf ein Plateau.

Der Abend naht, die Tour endet wie sie begonnen hat, auch ihr Schlussakkord kann sich sehen lassen: Nach Queren der Höhenstraße sticht ein Bergsträßchen in mehreren engen Serpentinen steil zum Rhein hinab und läuft am Ortsschild von Boppard aus.

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