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ELEKTRIK AM MOTORRAD

DER E-LURCH LAUERT

Ladestrom- und Zündungsprobleme können nicht nur die Bordelektrik mürbe machen, auch der Pilot steht unnötig unter Strom, wenn es nicht richtig funkt.

Ein einfaches Multimeter reicht auch aus, um Problemen im Ladestromkreis zu Leibe zu rücken. Wird die Batterie nicht mehr ausreichend geladen, überprüft man zuerst ihren Zustand. Bei ausgeschaltetem Motor muss die Ruhespannung einer gesunden Batterie mindestens 12,5 Volt betragen. Man schließt das Multimeter im eingestellten Gleichstrombereich an den Minus- und Pluspol der Batterie an und überprüft diesen Wert. Dann startet man den Motor und beobachtet dabei das Messgerät. Während der Betätigung des Anlassers darf der Spannungswert nicht unter 8 bis 9 Volt abfallen. Jetzt wird die Drehzahl auf 3500 Umdrehungen/ Minute erhöht. Die an der Batterie messbare Spannung muss je nach Motorrad auf 13,5 bis 14,2 Volt ansteigen. Die genauen Werte kann man dem Werkstatthandbuch entnehmen. Steigt die Spannung mit Erhöhung der Drehzahl nicht an, liegt auf jeden Fall ein Fehler im Ladestromkreis vor.

Dies kann mehrere Ursachen haben. Zum Beispiel können die Spulen der Lichtmaschine einen Masseschluss oder Bruch in der Wicklung haben. Die Kabel der drei Phasen sind bei vielen Motorrädern gelb, führen aus dem Lichtmaschinendeckel des Motors heraus und besitzen an ihrem Ende einen Kombistecker, der mit dem Ladestromregler verbunden wird. Die genauen Widerstandswerte können dem Werkstatthandbuch entnommen werden. Jetzt stellt man das Multimeter wieder auf den entsprechenden Ohm-Messbereich ein und misst die drei Phasen gegeneinander. Wichtig ist, dass bei allen drei Messungen der gleiche Widerstandswert angezeigt wird. Sind die Messwerte der Generatorspulen in Ordnung, bleibt als wahrscheinlichste Möglichkeit ein Defekt der Regler- und Gleichrichtereinheit. Die Prüfung dieses Bauteils sollte dem Fachmann vorbehalten sein., allerdings lässt sich so mancher defekte Regler bereits an verschmorten Stellen auf seiner Rückseite erkennen.

Beim Zündsystem ist es wichtig, sich als erstes ein Bild über den Zündfunken zu machen. Dazu gibt es so genannte Funkenstrecken-Messgeräte. An diesen lässt sich zum einen die Stärke des Zündfunkens genau ablesen, zum anderen vermeidet man die Gefahr eines Stromschlags, wie es beim Anhalten der Kerze oder des Zündkabels an Masse häufig passiert. Das Gerät wird zwischen Zündkerzenstecker und Masse geklemmt und muss beim Betätigen des Anlassers einen starken blauen Lichtbogen von mindestens 5 Millimeter Länge zwischen den beiden Messspitzen anzeigen. Ist der Funke schwächer oder gar nicht vorhanden, sollte man nach dem obligatorischen Wechsel der Zündkerze die Zündspule überprüfen. Auch für diese findet man im Handbuch genaue Widerstandswerte, die man mit Hilfe des Messgerätes überprüfen kann. Eine Zündspule kann, genauso wie ein Kerzenstecker oder eine Steckverbindung, manchmal auch nur dann Ausfälle haben, wenn sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. In diesem Fall dringt die Feuchtigkeit durch feine Haarrisse in der vergossenen Hülle bis zum Spulenkern durch und führt zum Kurzschluss. Diese Situation lässt sich sehr gut simulieren, indem man bei laufendem Motor Wasser mit Hilfe einer Zerstäuberflasche auf die Zündspule sprüht. Sind Zündspule, Kerze, Zündkabel- und Stecker soweit in Ordnung, bleiben als weitere Möglichkeiten noch ein Defekt des Impulsgebers oder der sehr teuren CDI-Einheit. Eine Prüfung dieser Bauteile sollte man dem Fachmann überlassen.

Eine weitere Anwendung des Multimeters ist das Feststellen von Kriechströmen. Diese können durch falsch angebrachte Zusatzverbraucher, defekte Schalter oder Relais oder durch Massekontakt an durchgescheuerten Kabeln entstehen und führen zu einer immer wieder entladenen Batterie. Man stellt das Messgerät auf den Milliamperebereich ein, löst den Minuspol der Batterie und misst jetzt zwischen dem Minuspol und dem gelösten Massekabel. Dabei müssen sowohl die Zündung als auch sämtlich Verbraucher ausgeschaltet sein. Der angezeigte Wert muss Null sein.

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