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MOTORRADFÜHRERSCHEIN VON A BIS Z: DAS UMFASSENDE INFOPAKET FÜR FAHRANFÄNGER, AUF- UND UMSTEIGER

Ein 50er Roller fährt 45 km/h, eine 125er genügt, um sich Fahrpraxis und Routine anzueignen. Den Grenzbereich eines motorisierten Zweirads ausloten? Dafür benötigst du ein Motorrad mit mehr Pepp und den passenden Führerschein. Lies gleich weiter und erfahre, was du zum Erwerb einer Motorrad Fahrerlaubnis wissen musst.

SO ERWIRBST DU DIE FAHRERLAUBNIS DER FÜHRERSCHEINKLASSEN AM ÜBER A1, A2 BIS HIN ZU A

Steht dir der Sinn nach mehr Leistung, Geschwindigkeit und einem erweiterten Aktionsradius? Mit 16 Jahren darfst du von deinem Fahrrad zum Beispiel auf einen 50er Roller umsatteln. Damit kommst du in der Stadt viel schneller von A nach B und bist nicht länger abhängig von Bus und Bahn. Du möchtest mehr erfahren? Dann wähle einfach eine der Führerscheinklassen aus und lies alles, was Du dazu wissen musst!

AM
A1
A2
A

Führerscheinklasse AM: Der perfekte Start

Die Eckdaten eines leichten zweirädrigen Kleinkraftrads Klasse AM (L1e-B oder Moped):

  • Erlaubte Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
  • Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von höchstens 50 ccm
  • Die Nenndauerleistung des Elektro- oder Verbrenner-Nike beträgt maximal 4 kW
TIPP: In einigen Bundesländern darfst Du den AM Führerschein seit 2013 schon mit 15 Jahren machen. Dazu gehören Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ganz wichtig! Erst wenn Du 16 Jahre wirst, ist der dort erworbene Moped-Führerschein auch in den übrigen Bundesländern gültig.

FÜHRERSCHEINKLASSE A1: WEIL EINE 125ER DEUTLICH MEHR FAHRSPASS BIETET

Mit 16 Jahren kannst Du natürlich auch direkt das Upgrade buchen und den Führerschein Klasse A1 angehen. Fehlt Dir noch das nötige Kleingeld für eine eigene 125er? Kein Problem, da Du auch einen Klasse AM Roller bewegen darfst, etwa Papas geliebte Vespa. Nach bestandener Führerscheinprüfung kannst Du alle Fahrzeuge fahren, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Der Hubraum Deines Motorrads darf 125 ccm nicht übersteigen
  • Die Motorleistung liegt bei höchstens 11 kW
  • Die Motorleistung darf im Verhältnis zum Leergewicht der Maschine einen Wert von 0,1 kW pro kg nicht überschreiten.
Denke auch daran, dass dein A1 Führerschein nach der Prüfung nur zur Probe ausgestellt wird. Ein Blick in den Bußgeldkatalog gibt dir Auskunft darüber, wie Du als Fahranfänger problemlos durch die Probezeit kommst.

Tipp: Stan Lee war ein großartiger Comic-Autor und Zitatgeber mit Weitblick. Besonders als Fahranfänger solltest Du seinen Spruch aus Spiderman verinnerlichen: "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung!" Denn immerhin darfst Du Deine Viertelliter Maschine auf bis zu 80 km/h beschleunigen. Von einem Tuning solltest Du zu Deiner und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer tunlichst absehen.

FÜHRERSCHEINKLASSE A2: GENUG LEISTUNG AM HINTERRAD FÜR PILOT PLUS SOZIUS

Mit 18 darfst Du ein Bike der Klasse A2 mit einer Leistung von bis zu 35 kW fahren. Besitzt Du den A1 Führerschein seit mindestens zwei Jahren, genügt eine praktische Fahrprüfung für den Aufstieg in Klasse A2. Das spart Kosten, weil Du in der Fahrschule weder Theoriestunde noch zusätzliche Sonderfahrten bezahlen musst.

Bevor Du ein hoch motorisiertes Bike, etwa eine Suzuki GSX-R1000 oder Yamaha YZF-R1 bewegen darfst, genügt die Leistung eines Klasse A2 Motorrads völlig.

  • Die Motorleistung darf 35 kW nicht übersteigen. Ist die Maschine auf 35 kW gedrosselt, darf sie im Ursprungszustand nicht mehr als 70 kW leisten.
  • Das Leistungsgewicht beträgt maximal 0,2 kW/kg

MIT EINEM KLASSE-A FÜHRERSCHEIN STEIGST DU IN DIE KÖNIGSKLASSE AUF

Mit 24 Jahren ist ein direkter Einstieg in die höchste Motorradklasse möglich. Besonders clevere Biker nutzen aber schon mit 20 die Aufstiegsklausel von A2 zu A. Auch hier gilt: Eine zusätzliche theoretische Prüfung ist nicht notwendig. Allerdings muss sich Dein Fahrlehrer zunächst ein Bild von Deiner Fahrzeugbeherrschung machen.
Besteht Nachholbedarf, darf er Dich zu Fahrstunden verpflichten, um Deine Fahrkünste aufzufrischen.

ANMELDEGEBÜHREN, FAHRSTUNDEN, PRÜFUNGSKOSTEN: WIR SCHLÜSSELN DIE MOTORRADFÜHRERSCHEIN KOSTEN AUF

So viel kostet dich die Ausbildung zum Motorradführerschein der Klassen A1, A2 und A.

  • Anmeldung bei der Fahrschule: 80-200 Euro
  • Übungsmaterial für den theoretischen Unterricht: ca. 30 Euro
  • Übungsfahrt 45 Minuten: 30-50 Euro
  • Sonderfahrt 45 Minuten: 40 – 60 Euro
  • Theorieprüfung: 20 – 80 Euro
  • Theorieprüfung beim TÜV: 40 – 50 Euro
  • Praktische Prüfung: 80 – 180 Euro
  • TÜV-Gebühr für die Praxisprüfung: 100 – 120 Euro
Neben normalen Übungsfahrten am Tag durch die Stadt, musst du zusätzlich 12 Sonderfahrten absolvieren. Bis du fit genug bist für die Motorradfahrt auf der Landstraße, Autobahn und bei Nacht, begleitet dich dein Fahrlehrer mit einem Pkw auf
  • 5 Überlandfahrten, vorzugsweise über die Landstraße mit maximal 100 km/h
  • 4 Autobahnfahrten und zu guter Letzt
  • 3 Nachtfahrten.

TIPP:

Am falschen Ende zu sparen kann sich rächen. Plane ein Budget für zusätzliche Prüfungsfahrten ein, falls du dich auf dem Bike noch nicht zu 100 Prozent sicher fühlst. Denn zwei oder drei Extra-Fahrstunden sind immer noch günstiger als eine Prüfungswiederholung, die mit ca. 300 Euro zu Buche schlägt.

Dein Weg zur Freiheit

So gelangst du zum Motorradführerschein

Theorie

UMFANG UND DAUER DES THEORIEUNTERRICHTS FÜR KOMPLETTE NEUEINSTEIGER

Üblicherweise bieten die meisten Fahrschulen zweimal pro Woche Theorieunterricht an. Als Neueinstiger ohne jegliche Fahrerlaubnis musst du die Schulbank für insgesamt 16 Doppelstunden drücken. In 12 Doppelstunden à 90 Minuten wird dir der für alle Fahrzeugklassen vorgeschriebene Grundstoff vermittelt. Für den klassenspezifischen Lernstoff musst du dagegen nur 4 Doppelstunden einkalkulieren.

Hast du die Theoriestunden erfolgreich absolviert, darf dich deine Fahrschule zur theoretischen Prüfung beim TÜV vorstellen. Die Prüfung besteht aus 30 Fragen, bei denen du eine Punktzahl von 110 Punkten erreichen kannst. Lässt dich dein Gedächtnis nicht im Stich und du sammelst höchstens 10 Fehlerpunkte, besteht Grund zum Feiern. Aber aufgepasst! Fragen, bei denen du 5 Punkte holen kannst, sind tückisch. Beantwortest du zwei davon falsch, fällst du leider direkt durch.

TIPP:

Richtig Kohle und Zeit sparst Du mit einem Kombiführerschein der Klassen A/A2 und B. Dann bezahlst Du nur einmal Anmeldegebühr und der theoretische Unterricht für den Grundstoff verkürzt sich auf 6 Doppelstunden. Sparen kannst Du auch beim Aufstieg in die Klasse A. Hast du den A2-Führerschein schon seit mindestens zwei Jahren, entfallen die Theoriestunden und die theoretische Prüfung. Sobald Du bei den Prüfungsfahrten Deine Fahrsicherheit unter Beweis gestellt hast und Du die Verkehrsregeln beherrschst, kann Dich Dein Fahrlehrer zur praktischen Führerscheinprüfung vorstellen.

Praxis

DER TAG DER ENTSCHEIDUNG: DIE FAHRPRAKTISCHE PRÜFUNG

Beherrschst Du das Motorrad und die Verkehrsregeln, stellt Dich der Fahrlehrer zur praktischen Führerscheinprüfung vor. Damit Prüfungsangst und Nervosität kein Thema sind, ist eine optimale Vorbereitung empfehlenswert:

  • Lege Dir alle Prüfungsunterlagen und Dokumente zurecht, damit Du am Prüfungstag nicht danach suchen musst
  • Plane Extra-Zeit ein, damit Du nicht zu spät am Prüfungsort ankommst.
  • Höre genau zu, wenn der Prüfer Dich über den Prüfungsablauf instruiert
Die Prüfung beginnt meist auf einem Motorradübungsplatz oder abgesperrtem Parkplatz mit vier Pflicht- und zwei frei wählbaren Aufgaben:
  • Slalom in Schrittgeschwindigkeit
  • Abbremsen mit maximaler Verzögerung sicher zum Stehen zu kommen
  • Einem Hindernis ausweichen ohne abzubremsen
  • Einem Hindernis nach Abbremsen auszuweichen
Als Direkteinsteiger in eine Klasse darfst du jeweils eine Aufgabe aus den folgenden zwei Bereichen wählen.

Bereich 1
  • Ein Slalom mit 4 Slalomhütchen in 7 Meter Abstand
  • Ein Slalom mit wahlweise 4 Hütchen in 9 Meter, oder 2 Hütchen im Abstand von 7 Metern
Bereich 2
  • In Schrittgeschwindigkeit geradeausfahren
  • Stoppen und wieder anfahren
  • Eine Kreisfahrt absolvieren
Als Direkteinsteiger dauert die Prüfungsfahrt 60 Minuten. Wer aus Klasse A2 aufsteigen will und den Führerschein seit zwei Jahren hat, ist nach 40 Minuten fertig.

5 Punkte auf die du bei der praktischen Prüfung achten solltest:

  1. Richte dich darauf ein, dass der Prüfer dir Fragen zur Bedienung des Motorrads stellt
  2. Falls dir ein kleiner Fehler unterläuft, ist das noch kein Weltuntergang
  3. Durchfallen wirst du bei einem groben Verstoß gegen die Verkehrsregeln oder wenn du das Motorrad nicht beherrschst
  4. Auch wenn du z. B. die Vorfahrtsregeln, Straßenschilder oder gar eine rote Ampel missachtest, kann der Prüfer kein Auge zudrücken
  5. Durchfallen wirst du auch, wenn du schneller fährst als erlaubt, zu spät bremst oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdest
Hast du bestanden, händigt dir der Prüfer den Führerschein noch vor Ort aus. Einzige Voraussetzung: Am Prüfungstag musst du das Mindestalter für die Führerscheinklasse erreicht haben.

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM MOTORRADFÜHRERSCHEIN